Reparaturkosten des Hauses von der Steuer absetzen

tax-468440_640Können Reparaturkosten am Haus von der Steuer abgesetzt werden? Die kurze Antwort ist: Ja Hauseigentümer können Reparaturkosten von der Steuer absetzen. Dies ist ganz besonders für Häuser und Wohnungen die vermietet werden der Fall. Alle Kosten, die für Reparaturen eines Hauses anfallen, um dieses im ordnungsgemäßen Zustand zu halten, sind absetzbar. Dazu zählen zum Beispiel Kosten der Sanierung eines Bades, Reparaturen an der Heizung, Erneuerungen eines Daches.

Aber auch Sanierungen um das Haus nicht nur instand zu halten, sondern auch um zu modernisieren sind absetzbar. Erwähnenswert sind hier zum Beispiel Solaranlagen oder Schutz von Fassaden. Allerdings gibt es auch bei den Reparatur- und Sanierungsarbeiten Unterschiede. Wissen sollte man zum Beispiel das Häuser, die so alt und runtergekommen sind, das sie nicht mehr nutzbar sind, als Bauruine betrachtet werden. Sanierungen hier gelten nicht als Reparaturen, sondern als Widerherstellung und die Kosten werden wie beim Bau eines Hauses angesehen, also als Herstellungskosten.

Reparaturkosten oder Herstellungskosten?

Auch andere Kosten können nicht als Reparaturkosten gezählt werden. Ein Anbau ist keine Reparatur und kann deshalb auch nicht von der Steuer abgesetzt werden. Dies gilt auch für die Installierung eines Wintergartens. Des Weiteren sind Reparaturen, die eine drastische Wertsteigerung der Immobilie bedeuten, auch nicht von der Steuer absetzbar. Hier könnte man die Installierung von einem hochwertigen Parkettboden anführen, wo vorher zum Beispiel nur ein billiger Teppichboden war.

Auch Luxus-Armaturen und dergleichen, die man nachträglich einbaut und damit die existierenden einfachen Armaturen ersetzt, sind nicht absetzbar. Durch den Gebrauch hochwertiger Materialien und Luxusartikel kann zum Beispiel die Miete gesteigert werden und das Haus wird dann in einer anderen Wohnungskategorie geführt.

Weitere Tipps

Eine Faustregel hier ist, das Reparaturkosten nicht höher als 4.000 Euro sein sollten, um absetzbar zu sein. Hat man vor mehrere Dinge im Haus zu reparieren, könnte man diese Reparaturen zeitlich aufteilen. Übrigens gelten Modernisierungsarbeiten am Eigenheim in den ersten drei Jahren nicht als Reparaturkosten, sondern wiederum als Herstellungskosten. Lebt der Bauherr selbst im Eigenheim können Reparaturkosten nur bedingt von der Steuer abgesetzt werden. Die Kosten müssen eine außergewöhnliche Belastung sein, weil der Schaden am Haus zum Beispiel gesundheitsgefährdend ist. Ein Beispiel hier wäre der Hausschwamm oder die Beseitigung von Asbest.

Meldet der Eigentümer eines Hauses Eigenbedarf an und kündigt dem Mieter, können die Reparaturkosten eigentlich nicht von der Steuer abgesetzt werden, außer die Kosten übersteigen ein normales Maß. Besser wäre es die Reparaturen dann durchzuführen während das Haus noch vermietet ist, um auf Nummer sicher zu gehen.